Zur Geschichte der Dramatherapie in der Schweiz


Die ersten Unterrichtsvermittlungen in Dramatherapie gehen ins Jahr 1994 zurück: Damals organisierte Brigitte Spörri Weilbach einen Dramatherapie-Workshop in Trogen AR zum Thema „Rassismus verletzt“. Sie konnte dafür die Dramatherapeutin Dr. Susana Pendzik gewinnen. Seither wurde die Kooperation mit dieser Referentin gepflegt und durch weitere fachliche Kontakte ergänzt. Zwei zentrale Schritte in der Vermittlung von Dramatherapie erfolgten durch eine im Jahr 2000 begonnene Kooperation mit der FHS St. Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Gründung des Vereins dramatherapie.ch im Jahr 2004. Diese Aktivitäten wurden seinerzeit als Kooperationsprojekte der Beratungspraxis cib – Center für Integration und Begegnung St.Gallen und dem Verein dramatherapie.ch aufgegleist und realisiert. In ihrer Funktion als Präsidentin des Vereins dramatherapie.ch hat Brigitte Spörri Weilbach im Dachverband ARTECURA die Dramatherapie über 6 Jahre vertreten und die Berufsanerkennung in Zusammenarbeit mit dem damaligen BBT (dem heutigen SBFI, Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) mitgestaltet.

 

Diese bedeutsame Berufsanerkennung im Jahr 2011 und diesteigende Nachfrage machten den Ausbau der Bildungsangebote in Dramatherapie notwendig. Damit verbunden waren ein hoher Arbeitsaufwand und finanzielle Investitionen für den Aufbau und die Zertifizierungen des Bildungsangebots. Diese Anforderungen überstiegen die Möglichkeiten des Vereins dramatherapie.ch und des cib St.Gallen.

 

Brigitte Spörri Weilbach und Karl Weilbach gründeten deshalb im Jahr 2011 eine eigene GmbH für den Aufbau der Fort- und Ausbildung in Dramatherapie. Mit einer Querfinanzierung aus der privaten Praxis cib gelang den beiden Gründern der Aufbau des heute gut funktionierenden Bildungsinstituts. Das Institut ist seit 2013 EduQua und ARTECURA (Dachverband) zertifiziert und konnte im 2014 mit den Kantonen AR, BE, FR, GE, SG, VS, ZH eine Leistungsvereinbarung erwirken, welche direkte Beiträge (CHF 2400.-/Jahr) an die Studierenden ermöglicht. Damit wird ab August 2015 der Zugang zu unserem Angebot der Höheren Berufsbildung für unsere Zielgruppe erleichtert. Es gilt jetzt abzuwarten, welche Kantone sich der Vereinbarung des Kantons St.Gallen anschliessen werden.
St. Gallen, 15. Januar 2015